Spielothek am 6. Januar 2026: Betriebs- und Öffnungsbedingungen rund um Heilige Drei Könige in der DACH- und BeNeLux-Region

Der Feiertag Heilige Drei Könige am Dienstag, den 6. Januar 2026, führt in Teilen Europas zu abweichenden Betriebs- und Öffnungsbedingungen für Spielstätten und markiert zugleich einen frühen Orientierungspunkt im Glücksspieljahr.
Uneinheitliche Ausgangslage in Deutschland
In Deutschland ist der 6. Januar kein bundeseinheitlicher Feiertag, weshalb sich für die Spielothek, Spielhallen und Spielcasinos ein stark fragmentiertes Bild ergibt. Maßgeblich sind die jeweiligen Landesgesetze, die den Betrieb an gesetzlichen Feiertagen unterschiedlich regeln. Für Betreiber und Besucher entstehen dadurch klare regionale Unterschiede zwischen Feiertags- und Werktagsländern.
In Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen-Anhalt handelt es sich um einen gesetzlichen Feiertag. In diesen Ländern greifen besondere Einschränkungen, die sich unmittelbar auf Öffnungszeiten und Spielbetrieb auswirken. In Baden-Württemberg gelten besonders restriktive Vorgaben, bei denen Spielhallen und Casinos häufig vollständig geschlossen bleiben oder erweiterten Sperrzeiten unterliegen.
In Bayern und Sachsen-Anhalt fallen die Einschränkungen differenzierter aus. Dort bleiben Spielhallen meist geschlossen oder öffnen erst im späteren Tagesverlauf. Grundlage sind landesspezifische Auslegungen des Feiertagsschutzes sowie der Vorgaben aus dem Glücksspielstaatsvertrag 2021, der den rechtlichen Rahmen bundesweit definiert.
In allen übrigen Bundesländern, darunter Nordrhein-Westfalen, Berlin und Hessen, ist der 6. Januar ein regulärer Werktag. Stationäre Glücksspielangebote können dort nach den üblichen Dienstagsregelungen operieren. In diesen Regionen zeigt sich häufig eine Verschiebung von Nachfrage in digitale Kanäle, insbesondere bei kürzeren Aufenthalten oder eingeschränkter lokaler Verfügbarkeit, was den strukturellen Gegensatz deutlich macht.
Ein zusätzlicher Faktor im Jahr 2026 ist der sogenannte Wochenend-Effekt. Da Heilige Drei Könige auf einen Dienstag fällt, nutzen einige Betriebe den Montag als Brückentag. In Ländern ohne Feiertagsstatus kann dies zu veränderten Besucherströmen führen, ohne dass formale Betriebseinschränkungen greifen.
Österreich: Feiertag mit hoher Betriebsaktivität
In Österreich ist Heilige Drei Könige landesweit ein gesetzlicher Feiertag. Für Spielstätten bedeutet dies jedoch nicht automatisch Einschränkungen, sondern vielfach eine erhöhte Betriebsaktivität. Die rechtliche Grundlage bilden arbeits- und feiertagsrechtliche Regelungen wie das österreichische Arbeitsruhegesetz, das Ausnahmen für Freizeit- und Unterhaltungsbetriebe vorsieht.
Die Spielbanken der Casinos Austria bleiben an diesem Feiertag regulär geöffnet. Standorte wie Wien, Graz oder Innsbruck integrieren den Tag in den laufenden Spielbetrieb. Der Feiertag wird traditionell als Bestandteil des Jahresauftakts betrachtet, ohne den operativen Ablauf zu unterbrechen.
Eine Besonderheit im Jahr 2026 sind zeitlich begrenzte Pokeraktionen, die thematisch an den Feiertag angelehnt sind. Diese betreffen ausschließlich interne Angebotsformate und verändern die grundsätzlichen Öffnungszeiten nicht. Der reguläre Casinobetrieb bleibt davon unberührt.
Spielotheken mit Automatenbetrieb unterliegen in Österreich den jeweiligen Landesgesetzen. In der Praxis öffnen diese Betriebe in vielen Bundesländern am Nachmittag oder Abend. Kommunale Sperrstunden, etwa in Wien, bleiben dabei maßgeblich. Im Vergleich zu anderen Märkten zeigt sich ein insgesamt stabiles Betriebsniveau, das auch Zahlungs- und Abwicklungsprozesse einschließt, die zunehmend mit digitalen Verfahren verzahnt sind.
Schweiz und Liechtenstein: Föderale Differenzierung
In der Schweiz ist Heilige Drei Könige kein landesweiter Feiertag, sondern nur in bestimmten Kantonen arbeitsfrei. Dazu zählen unter anderem Schwyz, Tessin und Uri. In wirtschaftlich geprägten Kantonen wie Zürich oder Genf gilt der 6. Januar als regulärer Arbeitstag.
Für Casinos ergibt sich daraus eine stabile Ausgangslage. Schweizer Grand Casinos unterliegen dem Bundesrecht, das den Betrieb auch an kantonalen Feiertagen erlaubt. Entsprechend bleiben die Spielcasinos landesweit geöffnet, unabhängig vom regionalen Feiertagsstatus. Anpassungen betreffen vor allem organisatorische Aspekte.
Liechtenstein stellt einen Sonderfall dar. Dort ist der 6. Januar ein gesetzlicher Feiertag, gleichzeitig besteht eine hohe Casinodichte. Der Casinobetrieb bleibt zulässig und wird fortgeführt, häufig mit angepassten Personalstrukturen. Der Feiertagscharakter wirkt sich damit eher intern als betrieblich aus.
BeNeLux-Staaten: Regulärer Werktag
In Luxemburg und Belgien ist Heilige Drei Könige kein gesetzlicher Feiertag. Für Spielstätten ergeben sich daher keine besonderen Einschränkungen. Der Betrieb folgt den regulären Dienstagsstrukturen.
In Luxemburg arbeitet das Casino 2000 in Mondorf-les-Bains ebenso wie kleinere Einrichtungen ohne feiertagsbedingte Anpassungen. Auch in Belgien gilt der 6. Januar als normaler Werktag. Spielhallen der Klasse B sowie Casinos der Klasse A führen ihren Betrieb planmäßig fort.
Übersicht der regionalen Rahmenbedingungen
| Region | Status 06.01.2026 | Casino-Betrieb | Spielhallen-Betrieb |
|---|---|---|---|
| Deutschland (BW, BY, ST) | Feiertag | eingeschränkt / geschlossen | meist geschlossen |
| Deutschland (übrige Länder) | Werktag | normal | normal |
| Österreich | Feiertag | Hochbetrieb | meist nachmittags/abends |
| Schweiz | regional unterschiedlich | normal | normal |
| Liechtenstein | Feiertag | normal | normal |
| Luxemburg | Werktag | normal | normal |
| Belgien | Werktag | normal | normal |
Einordnung und Bedeutung
Der 6. Januar 2026 verdeutlicht die strukturellen Unterschiede im europäischen Glücksspielmarkt. Während in Deutschland der föderale Ansatz zu stark variierenden Betriebsbedingungen führt, zeigen Österreich und Liechtenstein, dass ein gesetzlicher Feiertag nicht zwangsläufig Einschränkungen im Casinobetrieb bedeutet. Die Schweiz kombiniert kantonale Feiertagsregelungen mit bundesweit einheitlichen Vorgaben.
Für Betreiber bleibt insbesondere in deutschen Feiertagsländern die präzise Einhaltung der Sperrzeiten zentral. Zu Jahresbeginn stehen Feiertags- und Glücksspielvorschriften verstärkt im Fokus der Aufsichtsbehörden. In anderen Märkten rückt hingegen die strategische Einbindung von Feiertagen in die Jahresplanung in den Vordergrund, was auch Vergleiche innerhalb einer strukturierten Anbieterübersicht relevant macht.
Kurzer Ausblick
Mit seinem frühen Termin fungiert Heilige Drei Könige 2026 als erster Belastungstest für das neue Geschäftsjahr. Die unterschiedlichen Regelungen unterstreichen, dass regionale Rechtskenntnisse und operative Anpassungsfähigkeit weiterhin entscheidende Faktoren für einen stabilen Betrieb bleiben.